Die Woche der Ami-Comic-Tipps (Teil 1)

17.12.2012 15:28 von vpm

Wieder einmal gibt es eine Woche der Ami-Comics: nicht zum ersten Mal bei PERRY RHODAN, sicher nicht zum letzten Mal. Jeden Tag präsentieren wir einen anderen Comic, wobei es diesmal einen leichten Superhelden-Schwerpunkt gibt. Dazu kommen ein knalliger Science-Fiction-Krimi sowie eine verträumt-phantastische Anthologie.

Lasst euch überraschen!

 

Die Redaktion empfiehlt: »Captain America 1« von Ed Brubaker u.a.

Neustart einer Comic-Ikone

Eigentlich ist »Captain America« ein komplett aus der Zeit gefallener Superheld. Seine Geschichte beginnt im Zweiten Weltkrieg: Ein junger Mann, der eigentlich zu schwächlich ist, um gegen die Deutschen zu kämpfen, wird in einen Supersoldaten verwandelt. Als Captain America führt er dann die amerikanischen Truppen zum Sieg gegen Nazi-Deutschland, später wird er ein ganz normaler Superheld und prügelt sich in der üblichen Manier mit den Superschurken herum.

Was in den 40er-Jahren begann, wurde in den Vereinigten Staaten immer mal wieder neu gestartet, unter anderem Gesichtspunkt neu belebt und in die jeweils aktuelle Zeit verlagert. Spätestens seit die Figur kürzlich auf die Kino-Leinwand gebracht wurde, hat sie neue Popularität erlangt. Kein Wunder, dass man da auch die Comic-Serie neu startete – diese Version liegt jetzt als Paperback in deutscher Übersetzung bei Panini vor.

Der Comic-Autor Ed Brubaker, der schon zahlreiche»Captain America 1« von Ed Brubaker u.a. Comics getextet hat, steuert die laufende »Captain America«-Serie; ich habe die neue Nummer eins gelesen. Sie spielt im »Hier und Jetzt« des Marvel-Universums, kommt aber nicht ohne halb vergessene Nazi-Schurken aus der Vergangenheit aus. Gleichzeitig gibt es Traumsequenzen sowie Kämpfe, die wie moderne Science Fiction wirken.

Ich werde nie zu einem wahren Fan dieser Serie werden, fand aber, dass die Geschichte sehr spannend erzählt worden ist; wenngleich ich nicht alle Anspielungen verstehe, ist das alles sehr unterhaltsam. Brubaker ist ein hervorragender Autor, sein Captain America wirkt glaubhaft – sofern diese Figur es überhaupt sein kann. Die Zeichnungen von Steve McNiven sind dynamisch und passen zur Geschichte; sie sind realitätsnah und setzen sowohl Action als auch ruhige Szenen gut ins Bild.

»Captain America 1« enthält die ersten fünf amerikanischen Hefte; das Paperback ist 116 Seiten stark und kostet 12,95 Euro. Es hat keine ISBN und kann nicht über den regulären Buchhandel bestellt werden. Versender wie transgalaxis.de oder amazon.de und natürlich der Shop des Verlags bieten den Band an.

Über die Produktseite bei Panini kann zudem die kostenlose Leseprobe angesteuert werden, die einen schönen Eindruck vermittelt.


Klaus N. Frick

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