Die Redaktion empfiehlt: »phantastisch! 47« und »SOL 67«

19.10.2012 08:00 von vpm

Zwei absolut lesenswerte SF-Zeitschriften

Wer in den Urlaub fährt, hat üblicherweise Zeit, einige Bücher zu lesen. Ich nutzte in diesem leider schon wieder viel zu lange beendeten Sommer 2012 die Gelegenheit, einige Zeitschriften einzupacken und sie mit großem Genuss durchzuschmökern. Dazu zählten die jeweils aktuellen Ausgaben der Zeitschriften »phantastisch!« und »Sol«, die ich jedem Science-Fiction-Fan ans Herz legen möchte.

phantastisch! 47

Die Zeitschrift »phantastisch!« wird seit Anfang an »phantastisch!« – Ausgabe 48von Klaus Bollhöfener als Redakteur betreut; im »wirklichen Leben« ist er mein Kollege aus dem Nachbarbüro und für das PERRY RHODAN-Marketing mitverantwortlich. Über Jahre hinweg wurde das Heft vom Verlag Achim Havemann veröffentlich, die aktuelle Ausgabe 47 ist die erste, die im Atlantis-Verlag erscheint. Um es vorwegzunehmen: Die Umstellung hat dem Magazin nicht geschadet.

Der neue Verlag hat dem Magazin mehr Farbseiten spendiert, was dazu führt, dass es noch professioneller aussieht. Inhaltlich erweist sich »phantastisch!« sowieso als Fundgrube für Themen und Artikel, die man in dieser Zusammenstellung sonst kaum findet. Der Untertitel »neues aus anderen welten« erhält angesichts des thematischen Querschnitts aus Science Fiction und Fantasy sowie einer tüchtigen Prise klassischer Phantastik immer wieder seine Berechtigung.

So werden beispielsweise der Science-Fiction-Autor Kevin J. Anderson und der Fantasy-Comic-Autor Daniel Abraham in schönen Interviews vorgestellt. Es gibt einen Rückblick auf das in den frühen 80er-Jahren publizierte Fanzine »Cosmonaut« und andere »phantastische« Aktivitäten aus dem Großraum Franken; selbstverständlich darf ein Nachruf auf den verstorbenen PERRY RHODAN-Autor Hans Kneifel nicht fehlen.

Darüber hinaus finden sich in dem reichhaltig illustrierten Magazin viele Buchbesprechungen sowie weitere Beiträge, die ich hier nicht alle aufzählen will. Nicht immer lese ich alles – aber das ist wohl bei einer solchen Wundertüte mit bunt gemischtem Inhalt nicht anders zu machen. Das Magazin ist auf jeden Fall rundherum empfehlenswert: Wer sich für Science Fiction und Fantasy interessiert, kann an ihm nicht vorübergehen.

Die 68 Seiten im schicken Magazin-Format kosten 5,30 Euro; zu beziehen ist das Magazin über diverse SF-Versandhändler oder eben direkt beim Verlag.


Sol 67

Nicht so weit gespannt ist naturgemäß der inhaltliche Bogen, »SOL« - Ausgabe 67den die Zeitschrift »Sol« spannt. Das Magazin wird von der PERRY RHODAN-FanZentrale herausgegeben, richtet sich also ausdrücklich an PERRY RHODAN-Leser. Diese bekommen auf 64 Seiten im A4-Format eine tüchtige Ladung an Informationen und Hintergrundberichten, die es sonst in dieser Konzentration höchstens im PERRY RHODAN-Jahrbuch gibt. Die aktuelle Ausgabe 67 ist meiner Ansicht nach sehr gut gelungen.

So wird beispielsweise Uwe Anton sehr ausführlich präsentiert. Der Exposéautor der PERRY RHODAN-Serie berichtet über seine Arbeit und die Schwerpunkte, die er dabei legt. Trauriger fällt der Nachruf auf den verstorbenen Hans Kneifel aus: Weggefährten aus dem Autorenteam und andere Personen äußern sich zu dem Autor und seinem umfangreichen Werk.

Darüber hinaus finden sich kritische Berichte zum laufenden Seriengeschehen, ein Rückblick auf die »Light Edition« (ein Fan-Projekt) und sogar eine ATLAN-Geschichte in dem Heft. Die Story »Der dunkle Fluss« stammt von Götz Roderer, der zuletzt für viele ATLAN-Exposés verantwortlich zeichnete. Die Story schildert eine Episode aus der Zeit des BARDIOC-Zyklus: Atlan und Perry Rhodan sind an Bord der SOL unterwegs; nebenbei geht es um ein verschwundenes Beiboot und um einen seltsamen Hütchenspieler – sehr schön zu lesen!

Alles in allem macht die neue »Sol 67« richtig Spaß: ein Magazin mit sehr viel Licht und wenig Schatten, das ich allen PERRY RHODAN-Interessierten dringend ans Herz legen möchte! Das Heft erhalten Mitglieder der FanZentrale im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrages frei ins Haus geliefert; die anderen können es bei der FanZentrale direkt bestellen.

 

Klaus N. Frick

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