Die Redaktion empfiehlt: »Mark Brandis Audio 19 und 20« von Michalewsky

10.12.2013 08:19 von vpm

Piraten im Weltraum

Dass ich sowohl die klassischen »Mark Brandis«-Romane aus den 70er-Jahren als auch die Hörspiel-Umsetzungen der aktuellen Zeit mag, habe ich schon mehrfach an dieser Stelle erzählt. In meiner »Aufholjagd« bei den Hörspielen, die mich hoffentlich bald auf den aktuellen Stand bringen wird, lauschte ich zuletzt den Folgen 19 und 20 – es handelt sich dabei um die Teile eins und zwei der »Sirius-Patrouille«.

Die Handlung lässt sich rasch umschreiben: Im Jahr 2130 ist der Raumfahrer Mark Brandis mal wieder bei seiner liebsten Beschäftigung – er darf ein neues Raumschiff testen und fliegt mit diesem durch das Sonnensystem. Seine Reise hat allerdings einen militärischen Aspekt, der gegenüber der Öffentlichkeit geheim gehalten wird. Die sogenannte Sirius-Patrouille soll ganz nebenbei Weltraumpiraten aufspüren.

Mark Brandis – Folge 19Nicht alles läuft so, wie es geplant ist. Es entwickeln sich Spannungen an Bord, es kommt zu einem Raumgefecht, und am Ende der ersten Folge ist Mark Brandis so schwer verletzt, dass mit seinem Tod gerechnet werden muss. Wie seine Mannschaft es schafft, die Krise zu meistern und die Piraten zu stellen, ist dann Inhalt des zweiten Teils – die Folgen 19 und 20 der »Mark Brandis«-Serie hängen in diesem Fall sehr eng zusammen.

Weil Brandis als Hauptfigur zeitweise ausfällt, konzentriert sich die Handlung auf den Journalisten Martin Seebeck, aus dessen Sicht die Geschehnisse spannend geschildert werden. Er hat einen anderen Blick auf die Raumfahrer, ihm erwächst in dem streng militärischen Major Degenhardt ein glaubwürdiger Gegenspieler und in der Bordärztin eine wichtige Verbündete. Das ist – wie von der Serie nicht anders zu erwarten – mitreißend geschrieben und sehr packend umgesetzt.

Mark Brandis – Folge 20Nicht zum ersten Mal finde ich die Umsetzung der klassischen Science-Fiction-Jugendbücher durch die Interplanar Produktion hervorragend. Die Geräusche sind klasse, die Spannung an Bord eines Raumschiffes wird durch sie glaubhaft gemacht. Die Sprecher überzeugen, die Effekte ziehen einen Zuhörer unweigerlich in die Handlung hinein; Musik- und Sound-Effekte werden sinnvoll eingesetzt und ergeben stets die ideale Stimmung.

(Für PERRY RHODAN-Fans nicht uninteressant: Claudia Urbschat-Mingues, die bei den »Sternenozean«-Hörspielen die Figur der Zephyda gesprochen hat, spricht bei »Mark Brandis« die Rolle der Bordärztin Rebecca Levy.)

Übrigens muss man nicht alle »Mark Brandis«-Hörspiele kennen, um die zwei »Sirius«-Folgen zu verstehen. Die Fans der Serie haben dank diverser Anspielungen sicher einen größeren Hörgenuss, aber verständlich ist die Doppelfolge auch ohne Expertenwissen. Mein Tipp für alle, die ein gut gemachtes Weltraum-Abenteuer als Hörspiel genießen wollen!

Die Hörspiele gibt's überall im Tonträger- oder Buchhandel, sie sind zwischen 50 und 62 Minuten lang. Selbstverständlich können sie auch von Versendern wie amazon.de geliefert werden; den Preis kann ich leider nicht nennen, da Hörspiele nicht der Preisbindung unterliegen.

Zur »Mark Brandis«-Serie gibt es übrigens eine informative Homepage, deren Besuch sich durchaus lohnt. Zu den jeweiligen CDs stehen dort Hörproben  bereit.



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Klaus N. Frick

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