Die Redaktion empfiehlt: »John Sinclair Hörspiele 73 und 74« von Jason Dark

07.03.2013 08:09 von vpm

Werwölfe und ein Geisterjäger

Um es vorwegzunehmen: Ich war nie ein Fan der Gruselromanserie »John Sinclair«, schon als Jugendlicher nicht und als Erwachsener erst recht nicht. Seit Jahrzehnten bewundere ich aber den Elan des Autoren »Jason Dark« und seiner Redaktion, und ich finde es faszinierend, dass die Serie über all die Zeit hinweg so ein Erfolg geblieben ist. Aber ein Fan wurde ich trotzdem nicht.

Zuletzt hörte ich mir immerhin zwei John Sinclair Folge 73: »Die Werwolf-Elite«»John Sinclair«-Hörspiele an, die thematisch zusammen gehören und gewissermaßen ein Werwolf-Doppel bieten. Veröffentlicht wurden sie von Lübbe-Audio. Für das Hörspiel-Manuskript sowie die Regie zeichnet jeweils Dennis Ehrhardt verantwortlich, den ich bereits wegen seiner Hörspiel-Arbeit unter anderem an der Serie »Dorian Hunter« schätze. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen ging ich mit großem Interesse an »Die Werwolf-Elite« und »Lupinas Sohn« heran.

Ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung beider Hörspiele ist in der Nähe von London angesiedelt. Eine Armee von Werwölfen treibt heimlich ihr Unwesen. Bei seinen Ermittlungen muss John Sinclair, der Geisterjäger, erst einmal herausfinden, welche Menschen sich nachts in die monströsen Wesen verwandeln – und erst dann kann er gegen sie vorgehen.

In »Die Werwolf-Elite« muss der Geisterjäger als Detektiv ermitteln: Er befragt Zeugen, er spricht mit Polizisten, er sammelt immer mehr Spuren. In »Lupinas Sohn« kommt es letztlich zu einem finalen Duell: Menschen gegen Werwölfe, ein fieses Gemetzel mit sehr vielen Toten. Dass am Ende natürlich John Sinclair und sein Begleiter gewinnen, versteht sich von selbst – doch bis zum Ende gibt es eine Reihe von Überraschungen.

Es handelt sich bei den zwei John Sinclair Folge 74: »Lupinas Sohn«Produktionen, die in der Reihe der »John Sinclair«-Hörspiele mit den Nummern 73 und 74 erschienen sind, selbstverständlich um keine anspruchsvolle Unterhaltung mit einer komplexen Story. Action ist vorherrschend, vermischt mit knalligen Dialogen und einer lautstarken Geräuschkulisse; die Handlung wird rasch vorangetrieben und verzichtet auf zu viel psychologische Details. Wer Lust darauf hat, einer eher schlichten, aber gut gemachten Geschichte zu folgen, wird den Werwolf-Zweiteiler mögen.

Vor allem die dynamische Erzählweise gefiel mir. Bei den Sprechern handelt es sich um Profis, die ihre Rollen überzeugend vermitteln. Geräusche werden effektvoll eingesetzt, vor allem die Action wirkt filmreif. Das fand ich durchgehend klasse!

Übrigens gehören die zwei Hörspiele zu einem laufenden Zyklus: An verschiedenen Andeutungen merkt man als Hörer, dass es Zusammenhänge gibt, die über diese zwei Abenteuer hinausgehen. Das macht neugierig, verwirrt aber nicht – gut gemacht! Auf jeden Fall benötigt man keinerlei Serienkenntnisse, um zu kapieren, um was es geht.

»Die Werwolf-Elite« ist 56 Minuten lang und kann mithilfe der ISBN 978-3-7857-4594-6 im Fach- oder auch Buchhandel bestellt werden; »Lupinas Sohn« benötigt 47 Minuten und hat die 978-3-7857-4552-6. Beide Hörspiele kosten 7,99 als CD in einer Kunststoffhülle; die Download-Version kommt auf 5,99 Euro.

Selbstverständlich gibt es beide Produktionen auch bei Versendern wie amazon.de; Hörproben gibt es unter anderem auf den Produktseiten von Lübbe-Audio.

Hier geht's zu den Hörproben auf der Lübbe-Website:


Hier geht's zu der jeweiligen Produktseite auf Amazon.de:





Klaus N. Frick

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