Die Redaktion empfiehlt: »Dorian Hunter«-Hörspiel 15 und 16

12.06.2012 09:00 von vpm

Grusel-Hörspiele und Insel-Abenteuer

Nicht zum ersten Mal schreibe ich an dieser Stelle über die Serie »Dorian Hunter«; ich hörte in den vergangenen Tagen die Folgen 15 und 16 dieser Serie und war wieder einmal komplett gefesselt. Doch bevor ich zum Inhalt komme, erst einige Worte zum Hintergrund - diesen kennt schließlich nicht jeder Leser.

In den 70er-Jahren veröffentlichte der Pabel-Verlag »Dorian Hunter«-Hörspiel 15: »Die Teufelsinsel«die »Dämonenkiller«-Serie, deren Romane vor allem von den Autoren Ernst Vlcek und Neal Davenport verfasst wurden. Zahlreiche bizarre Ideen prägten die Serie, zeitweise war sie allerdings für damalige Verhältnisse reichlich brutal und wurde sogar indiziert. Seit einigen Jahren bringt der Zaubermond-Verlag die Serie unter dem Titel des Haupthelden heraus: Von »Dorian Hunter« gibt es seitdem sowohl Nachdrucke der klassischen Heftromane als auch neue Geschichten, die von aktuellen Autoren verfasst werden.

Bei den Hörspielen, die ebenfalls von der Zaubermond-Mannschaft produziert und vom Label Folgenreich vertrieben werden, handelt es sich um modern gemachte Versionen dieser Buchausgabe. Regie führt dabei Marco Göllner, der zu Recht immer wieder für seine Arbeit gelobt wird.

Die Handlung des fünfzehnten Hörspiels der Reihe, das den Titel »Die Teufelsinsel« trägt, ist im Mittelmeer angesiedelt. Auf einer geheimnisvollen Insel tritt der Journalist und Dämonenjäger Dorian Hunter zum Duell mit Asmodi an, dem Oberhaupt der sogenannten Schwarzen Familie, zu der die meisten Dämonen gehören. Bevor sie auf der Insel landen und dort auf eine seltsame Frau treffen, müssen sich Hunter und sein Begleiter zuerst mit einigen Gangstern auseinandersetzen,

Wie es mit dieser Frau und ihrer Vergangenheit »Dorian Hunter«-Hörspiel 16: »Der Moloch«weitergeht, ist eines der Themen für das sechzehnte Hörspiel. »Der Moloch« ist ohne Kenntnis des vorherigen Abenteuers nicht verständlich - die Hörspiele 15 und 16 sind als Einheit zu betrachten. Dorian Hunter kämpft immer noch gegen Asmodi; diesmal wechselt die Handlung unter anderem auf eine Yacht, die durchs Mittelmeer kreuzt. Hier gibt's durchaus knallige Action mit viel Blut - das ist nichts für sanfte Gemüter, passt aber zum Horror-Genre.

Spannend ist bei beiden Hörspielen auf jeden Fall die Machart. »Dorian Hunter« kommt ohne einen Erzähler aus; die Handlung vermittelt sich durch schnelle Dialoge und hervorragend eingesetzte Geräusche. Egal, ob Schüsse knallen, Monster brüllen oder Sirenen singen - das klingt immer nachvollziehbar und so glaubhaft, wie ein Horror-Hörspiel klingen kann. Dies alles wird sehr gut durch die Musik ergänzt, indem sie das Geschehen begleitet und gelegentlich die Szenen trennt.

Als Konsument muss man allerdings sehr genau zuhören, damit man der Story gut folgen kann. Gerade bei diesen zwei Hörspielen wird die Handlung recht komplex präsentiert: verschachtelt und nicht unbedingt in einer linearen Erzählweise, gewissermaßen »Pulp Fiction« im Audio-Format.

Wer sich ein wenig im voraus informieren mag: Auf der Zaubermond-Homepage werden zu beiden Hörspielen kurze Hörproben angeboten, die entsprechend neugierig machen. Einfach auf die Seite gehen und durchklicken!

»Die Teufelsinsel« und »Der Moloch« können über den Fachhandel bestellt werden, ebenso über Versender wie amazon.de. Eine ISBN gibt es nicht. Als Preis wird jeweils 8,95 Euro empfohlen. Selbstverständlich bietet sich auch die Zaubermond-Seite direkt für den Kauf an.

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»Dorian Hunter«-Hörspiel 15
»Dorian Hunter«-Hörspiel 16

Klaus N. Frick

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