Frank Böhmert


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Der Sternenhorcher

Frank Böhmert wurde 1962 in Berlin-Kreuzberg geboren und sieht sich noch heute als »echte Großstadtpflanze«. Schon als Kind erzählte er gern phantastische Geschichten und strebte bald eine Schriftstellerkarriere an. Den PERRY RHODAN-Lesern wurde er in den Jahren 2003 bis 2006 durch drei Taschenbücher und zwei Romanhefte bekannt, die begeistert aufgenommen wurden.

Böhmert lernte bereits mit fünf Jahren lesen. Mit fünfzehn Jahren verfasste er auf der Reiseschreibmaschine seines Vaters seine ersten zwei »richtigen« Geschichten, die er an ein Science-Fiction-Magazin verkaufte. Mit siebzehn brach er das Abitur ab, um »das Leben kennenzulernen« und Schriftsteller zu werden.

Er schloss eine Verwaltungsausbildung beim Arbeitsamt ab und verdiente sich sein Geld als Antragsbearbeiter, Datentypist, Lagerarbeiter, Schmuckverkäufer und Buchhalter. Sein Motto in dieser Zeit: »Keinen Job länger als drei Monate!« Parallel dazu schrieb er an die hundert Kurzgeschichten, die in den 1980er-Jahren in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien erschienen sowie im Rundfunk ausgestrahlt wurden. Eine seiner beliebtesten Geschichten, »Harry will Walross werden«, wurde vom heutigen Bundesfilmpreisträger Damir Lukacevic verfilmt und im Dritten Programm des SFB ausgestrahlt.

Mitte der 1990er Jahre erhielt Böhmert einige Stipendien, darunter das Autorenstipendium für Kinder- und Jugendliteratur der Stiftung Preußische Seehandlung, Berlin. Außerdem geriet er eher zufällig in ein Krimi-Übersetzerseminar der Bertelsmann Stiftung. Seitdem brachte er Bücher der verschiedensten Genres ins Deutsche: Fantasy, Science Fiction und Krimis, Literatur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Seinen ersten Roman, »Der Elefant auf dem Dach«, konnte er 2001 veröffentlichen – nachdem er das Manuskript neun Jahre zuvor an seinem 30. Geburtstag fertiggestellt hatte. In diesem »Kinderbuch nur für Erwachsene« werden Stofftiere immer dann lebendig, wenn sie niemand wahrnimmt – ein spätes Echo seines Lieblingsbuches, das Böhmerts Vater ihm immer wieder vorlesen musste und mit dem er seinerzeit lesen lernte. Eine Auswahl seiner besten Storys aus fast dreißig Jahren erschien 2009 unter dem Titel »Ein Abend beim Chinesen«.

2003 gab Böhmert mit »Die Sternenhorcher« sein Debüt bei PERRY RHODAN. Das Taschenbuch erschien im Rahmen des sechsbändigen »Andromeda«-Zyklus bei Heyne und belegte im darauffolgenden Jahr beim Kurd-Lasswitz-Preis den dritten Platz in der Kategorie »Bester Roman«. Danach schrieb er »Die Traumkapseln« und »Die Psi-Fabrik« für die Zyklen »Odyssee« und »Der Posbi-Krieg« sowie zwei Gastromane für die Heftromanserie. Außerdem war er an den Drehbüchern für die PERRY RHODAN-Hörspiele bei Lübbe Audio beteiligt.

Schließlich musste sich Frank Böhmert jedoch eingestehen, dass er nach eigenen Worten nicht »als Terminschreiber« taugt, und verabschiedete sich nach seinem dreijährigen Gastspiel aus dem PERRY RHODAN-Kosmos. Seitdem schreibt er neben der Übersetzerarbeit wieder an eigenen Stoffen.

Dass er mit Band 76 von PERRY RHODAN NEO noch einmal in die PERRY RHODAN-Welt eintauchen würde – damit rechnete er nicht. Aber die Arbeit an dem Band, der im Berlin des Jahres 2037 spielt, machte dem Autor und Übersetzer großen Spaß: »Der Ausflug in das Neoversum war für mich genau richtig – ich schätze es sehr, dass die Romane in der nahen Zukunft spielen.« Sein Roman »Berlin 2037« erschien im August 2014 im Pabel-Moewig Verlag.