Dr. Rainer Nagel


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Lektor, Übersetzer und Spieleentwickler

Wie viele aus seiner Altersgruppe kam Rainer Nagel, Jahrgang 1963, in der Mitte der siebziger Jahre mit der PERRY RHODAN-Serie in Berührung. Er las die Romanhefte, schloss Ende der 70er-Jahre Bekanntschaft zur Fan-Szene und entdeckte 1980 seine Leidenschaft für das Rollenspiel.

Bereits vier Jahre später wurde er bei dem Rollenspielsystem »Midgard« als Autor aktiv. Mitte der 80er-Jahre fertigte er seine ersten Übersetzungen für verschiedene Verlage an – er übertrug Rollenspiele wie »Middle Earth« ins Deutsche. Ab Mitte der 90er-Jahre war er an der Entwicklung des PERRY RHODAN-Sammelkartenspiels beteiligt, das von Fantasy Productions veröffentlicht wurde.

Aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse im PERRY RHODAN-Universum und seiner Erfahrung im Rollenspielbereich stieß er 2004 zum Team des PERRY RHODAN-Rollenspiels. Dieses beruhte auf der Grundlage des bekannten »Midgard«-Systems. Neben diversen beratenden Tätigkeiten kümmerte er sich um die Koordination und das Schreiben der Rollenspiel-Abenteuer.

Später kamen Lektoratstätigkeiten für den Pabel-Moewig Verlag hinzu. Rainer Nagel zeichnete für die Betreuung der zweiten und dritten Staffel von PERRY RHODAN-Action verantwortlich. Es folgten die fünf Bücher der »Schattenland«-Miniserie – eine Auskopplung aus der klassischen MYTHOR-Serie –, die von der PERRY RHODAN-Redaktion sowie dem Verlag Fantasy Productions veröffentlicht wurden.

Ebenso lektorierte Nagel die fünfzehn Bände umfassende Fantasy-Staffel »Schattenlord«, die in Zusammenarbeit mit dem Bertelsmann-Club entstand, und steuerte als freier Lektor die Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane. Seit dem Sommer 2014 verfasst Rainer Nagel den Info-Transmitter, einen regelmäßigen Newsletter der PERRY RHODAN-Redaktion, der an rund 10.000 Abonnenten geht.

Bis heute ist sein Interesse an der PERRY RHODAN-Serie ungebrochen. »Es ist schon spannend, welche Faszination diese Romane auch nach 50 Jahren noch ausüben«, so der Lektor und Übersetzer. Dies liegt für ihn nicht zuletzt am soliden Fundament der Serie. Zu Band 19 schrieb er einst: » Dann wiederum hat der Roman die Szene, in der Gucky und Betty Hand in Hand zum ›Spielen‹ in die Küche verschwinden. Das ist ein so emotional wuchtiges Bild, dem verzeiht man fast alles. Auch über fast dreitausend Bände hinweg.«

Dr. Rainer Nagel promovierte zum Themengebiet »Wortbildung in Fachsprachen des Englischen«. Jahrelang arbeitete er freiberuflich im Hochschulbereich, vor allem im Lehr- und Forschungsinstitut Englische Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie an der Fachhochschule Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte waren Sprachgeschichte, Wortbildung, Übersetzungswissenschaft, Fachsprachenforschung und Varietätenlinguistik – was auch gelegentlich Spuren in seinen Werken hinterließ.

Seit einiger Zeit ist er an der Humboldt-Schule in Wiesbaden als Lehrer für Englisch und Geschichte tätig. »Seine« Klasse (eine neunte) bezeichnet er trotz ihres Alters gern als »meine Kleinen«, dem Verhältnis zwischen Icho Tolot und den Terranern nicht unähnlich (gelegentliche Drangwäschen eingeschlossen).

Neben SF und Rollenspielen interessiert er sich für das 19. Jahrhundert, beschäftigt sich immer wieder gern mit J.R.R. Tolkiens »The Lord of the Rings« und verbringt seine Urlaube bevorzugt in Ägypten. Außerdem mag er Höllengeier, fliegende grüne Schweine und Wasserpfeifen.