Dietmar Schmidt


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Vom Übersetzer zum Autor

Als Dietmar Schmidt 1963 in Oberhausen im Ruhrgebiet geboren wurde, hatte noch kein Mensch den Mond betreten - dennoch interessierte er sich von klein auf für Science Fiction. In der zweiten Klasse boxte er bei seinen Eltern durch, jeden Dienstagabend »UFO« sehen zu dürfen, obwohl die Sendung zu »nachtschlafender« Zeit ausgestrahlt wurde, und verpasste kein Abenteuer der Raumschiffe ORION und ENTERPRISE.

Die größte SF-Serie der Welt nahm er zuerst in Form der 70er-Jahre-Comics wahr, las aber jahrelang hauptsächlich US-amerikanische Science Fiction, bis er 1980, kurz vor Band 1000, in die PERRY RHODAN-Serie einstieg. Zu den ersten Heften, die er las, gehörte Band 400, »Menschheit im Zwielicht«, der damals in der 3. Auflage erschien.

Während seines Chemiestudiums in Bonn blieb Dietmar Schmidt der Serie treu; erst während der Doktorarbeit  verlor er PERRY RHODAN für einige Jahre aus den Augen. Seit Band 2000 liest er wieder ununterbrochen die Erstauflage.

Nach der Promotion 1994 verlegte er sich wegen der schlechten Arbeitsmarktlage für Chemiker auf die Übersetzung von Science-Fiction- und Fantasy-Romanen für Bastei Lübbe; darüber hinaus ging er für ein Jahr als Postdoctoral Fellow in die USA. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland führte er die Übersetzertätigkeit weiter fort.

Zu seinen Arbeiten gehören weite Teile der Honor-Harrington-Serie von David Weber, die Neuübersetzung der kompletten Dominic-Flandry-Serie von Poul Anderson, Romane von Justina Robson, Sean Russell, Stephen Lawhead, Brian D’Amato und Piers Anthony, dazu einzelne Storys von Stephen Baxter, Larry Niven, Peter F. Hamilton, Robert E. Howard, Karl Edward Wagner, Ramsey Campbell und Bruce Sterling.

2007 bot Bastei Lübbe ihm eine feste Anstellung als Übersetzer an. Seitdem arbeitet Dietmar Schmidt nur noch selten auf dem Gebiet der SF; er übersetzt vor allem Thriller und historische Romane, darunter von Ken Follett. 2009 nahm er an einem wahren Übersetzungsmarathon teil: Sechs Übersetzer arbeiteten unter Zeitdruck im Team daran, einen Roman des Bestsellerautors Dan Brown ins Deutsche zu übertragen.
»Meinen Science-Fiction-Entzug bei den Übersetzungen gleiche ich jetzt dadurch aus, dass ich selbst Science Fiction verfasse«, begründet Dietmar Schmidt die Tatsache, dass er verstärkt mit eigenen Texten an die Öffentlichkeit tritt.

Selbst zu schreiben begann er schon als Schüler, aber bis auf einige Kurzgeschichten erschien nur sehr wenig. Beflügelt wurde das Schreiben durch Seminare an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel bei Klaus N. Frick, Robert Feldhoff und Uwe Anton sowie in Wiener Neustadt bei Michael Marcus Thurner und Marc A. Herren.

In den letzten Jahren arbeitete er an einer eigenen SF-Serie, die vielleicht eines Tages das Licht der Welt erblicken wird, und veröffentlichte zwei STELLARIS-Geschichten im PERRY RHODAN-Kosmos. Mit »Im Sonnenpalast«, dem fünften Band der Serie PERRY RHODAN-Terminus, erscheint im Juni 2017 sein erster Science-Fiction-Roman.