14. Juli 2008
Bundesakademie lädt Autoren zu einem Kurzgeschichten-Workshop
Unter dem Titel »Alles ganz fantastisch!« veranstaltet die
Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel wieder einmal ein Seminar zur Science-Fiction-Kurzgeschichte. Es findet vom 12. bis 14. Dezember 2008 statt; die Dozenten sind der Schriftsteller
Hans-Joachim Alpers und der PERRY RHODAN-Chefredakteur
Klaus N. Frick.
Das Seminar kostet 160 Euro, in denen die Gebühren für Übernachtung und Verpflegung enthalten sind; hinzu kommen fünf Euro für einen Reader.
Weitere Informationen:
Wenngleich im Begriff »Science Fiction« die »Science«, also die Wissenschaft, enthalten ist, handelt es sich doch nicht um wissenschaftliche Lektüre. Es ist keine besondere Spielart der Soziologie oder der Physik, in der es darum geht, eine möglichst korrekte Voraussicht auf die Zukunft zu geben. Wissenschaftliche Grundlagen sollten stimmen, sind aber beispielsweise bei einer Science-Fiction-Kurzgeschichte nicht das Maß aller Dinge: Wo in den 50er Jahren originelle Erfindungen im Zentrum standen, sind es heute fantasiereiche Einzelideen.
Moderne Science Fiction ist häufig ein Spiel mit den Möglichkeiten, bei dem visionäre Entwürfe oder weit gespannte Gedanken sehr wohl enthalten sein können. Texte dieser Art haben aber nicht vor, eine Weltsicht par excellence zu liefern. Vor allem in der Kurzgeschichte können Autoren statt dessen ihre Fähigkeiten erproben und fantastische Welten in wenigen Zügen skizzieren; der »fantastische« Aspekt spielt eine Rolle, kann aber nicht ohne den literarischen Anteil existieren.
In diesem Seminar sollen Autorinnen und Autoren anhand eigener und fremder Texte erkennen, wie sich fantastische Szenerien erbauen lassen, die auch einer kritischen Lektüre standhalten. Die Autorinnen und Autoren erhalten Einblicke in das Geschäft der Science-Fiction-Verlage und wertvolle Hinweise darauf, wo sie ihre Texte anbieten können. In Schreibübungen und Workshops werden bereits vorhandene Kenntnisse vertieft sowie Arbeitstechniken erprobt.