1. August 2008
Als Vagantenlieder oder auch Vagantendichtung bezeichnete man im Mittelalter die weltliche Lyrik desselben, die aber meist nicht Mittelhochdeutsch geschrieben und vorgetragen wurde, sondern fast nur in lateinischer Sprache. Vaganten, das waren wandernde Kleriker und umherziehende Schüler und Studenten (Scholaren genannt), deren Dichtungen, Dramen und Lieder sich überwiegend dem Weltlichen widmeten und durchaus als ein Sittenspiegel der damaligen Zeit bezeichnet werden kann. Eine der umfassendsten und schönsten Sammlungen solcher Lyrik/Lieder ist wohl der »Codex Buranus«, der 1803 im Kloster Benediktbeuren wiederentdeckt wurde.Die Sammlung wurde etwa um 1230 niedergeschrieben und umfasst über dreihundert Texte aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Die überwiegend in Mittellatein verfassten Texte wurden von dem Germanisten und Sprachforscher Johann Andreas Schmeller bearbeitet und als »Carmina Burana« im Jahre 1887 herausgegeben. Populär wurde die »Carmina Burana« aber erst durch die Vertonung einer Auswahl von 24 Liedern durch den Komponisten Carl Orff.
Und jetzt haben wir es endlich, denn eigentlich will ich in dieser Kolumne keine Geschichtsstunde abhalten, sondern über Wacken, CORVUS CORAX und deren »Cantus Buranus 2« berichten.
Aufmerksame Kolumnarden haben sich jetzt natürlich gleich mal
»Canus Buranus 1. Teil« ergoogelt und sind sicherlich gespannt wie es weitergeht. Und da die Kolumne nicht überlang werden soll, empfehle ich doch den anderen sich ein schönes Interview zu »Cantus Buranus 1«
hier einzupfeifen, ratet mal von wem?
Nun, jetzt ist also der Geschichte zweiter Teil fertig und kommt frisch aus dem Presswerk.
Das neue Orchesterwerk
»Cantus Buranus 2« wurde unter Mitwirkung des Filmorchesters Babelsberg und vieler hochkarätiger Solisten eingespielt! Aber ich möchte Euch nicht auf die Folter spannen und lasse »Castus von Rabensang« von Corvus Corax mal lieber selbst erzählen. Den Plausch am Telefon findet Ihr
hier.
Brandaktuell wird »Cantus Buranus« auf dem diesjährigen Wacken Festival uraufgeführt - also Pech für diejenigen, die keine Karten mehr ergattern konnten. Aber nicht weinen, liebe Freunde, Corvus Corax helfen Euch, denn folgendes flatterte soeben auf meinen Schreibtisch: »Das WebTV-Portal
www.rockalarm.com wird das Festival für alle Daheimgebliebenen live im Internet übertragen. Auch unsere »Cantus Buranus 2«-Aufführung könnt ihr dort sehen! So können alle daheimgebliebenen doch noch dabei sein. wie genau das funktioniert, und wie ihr an Tickets für die Liveübertragung kommt, erfahrt ihr
hier. Unter
widget.picamusic.de könnt ihr in alle Stücke des neuen Werkes reinhören!«.