2. April 2008
Wieder einmal bieten wir auf der PERRY RHODAN-Homepage eine Woche der Krimi-Tipps an - das heißt, dass wir Euch jeden Tag einen Roman vorstellen, der originell und spannend ist und der auch einen Science-Fiction-Fan interessieren dürfte.
Dabei ist die Vielfalt groß: Vom italienisch-literarischen Autor Camilleri über einen Jugend-Krimi und einen Thriller reicht die Runde diesmal bis hin zu einem Krimi, der in Amsterdam spielt, und zu einem Regionalkrimi mit Phantastik-Touch. Wir versprechen: Das lohnt sich!
Zwischen Museum und Hochsicherheitstrakt
Das Museum of Natural History in New York bekommt innerhalb kürzester Zeit zweimal seltsame Post: Zuerst schickt ein Unbekannter Diamanten zurück, die kurz zuvor auf mysteriöse Weise aus dem Museum gestohlen wurden - sie wurden in kleine Steine zermahlen, also eine Geldvernichtung ersten Ranges. Dann meldet sich ein unbekannter Spender und stellt dem Museum eine hohe Geldsumme zur Verfügung, wenn ein altes ägyptisches Grab ins Zentrum einer Ausstellung gesetzt wird. Um dieses Grab ranken sich allerlei Legenden, natürlich gibt es auch einen Fluch, doch die Verantwortlichen des Museums setzen den Plan um.
So beginnt »Maniac - Fluch der Vergangenheit«, der aktuelle Thriller des amerikanischen Autorenduos Lincoln Child und Douglas Preston. Held des Geschehens ist Aloysius Pendergast, ein amerikanischer Geheimagent, eine Art Supermann, den die beiden schon mehrfach in ihren Romanen als Helden dargestellt haben.
Dummerweise sitzt der Mann in einem Hochsicherheitsgefängnis, aus dem noch nie jemand entkommen ist. Aber natürlich versuchen seine Freunde alles, um Pendergast mit Hilfe eines komplizierten Plans zu befreien. Schließlich muss er gegen seinen Bruder Diogenes antreten, der den teuflischen Plan entwickelt hat, mit Hilfe eines angeblichen ägyptischen Fluchs zahlreiche Menschen zu töten.
Lincoln Child und Douglas Preston gelten zu Recht als »Thriller-Könige«: In zahlreichen kurzen Kapiteln entwickeln sie ihre Handlung weiter, treiben sie nach einiger Zeit immer rasanter voran. Auch wenn sie viele Personen auftauchen lassen, folgt man als Leser mit Spannung dem Geschehen, das sich unaufhörlich steigert. Mir fiel es tatsächlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Als Leser stolpert man vor allem am Anfang des Thrillers gelegentlich über Querverbindungen, die man möglicherweise nicht gleich versteht. Kein Wunder, das Figuren-Ensemble, das Preston und Child einsetzen, taucht auch in anderen Romanen auf. Zudem handelt es sich bei »Maniac - Fluch der Vergangenheit« um den dritten Teil einer Trilogie - allerdings ist dieser Band ohne Vorkenntnisse gut verständlich. Zumindest mir bereitete es keine großen Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen; die Autoren führen die jeweiligen Figuren mit ihren längst vorhandenen Beziehungen souverän ein. Wer auf moderne Thriller steht, wird mit diesem Preston-Child-Werk sicher auf seine Kosten kommen.
Das bei
Droemer-Knaur erschienene Hardcover ist 574 Seiten dick und kostet 19,90 Euro. Mit Hilfe der ISBN 978-3-426-19723-3 ist es überall im Buchhandel zu bestellen, ebenso direkt über amazon.de und andere Versender. Es gibt auch ein Hörbuch, das von
Lübbe-Audio publiziert wurde: Auf insgesamt sechs CDs liest Detlef Bierstedt den packenden Thriller; die ISBN hierfür ist 978-3785734629 - die Qualität des Hörbuches kann ich aber nicht beurteilen.
Wer mehr über den Thriller wissen will, sollte sich die Seite mit den
Krimi-Podcasts anschauen, die der Verlag erstellt hat. Hier gibt es eine gedruckte Leseprobe und auch einen gelungenen Podcast - das verschafft einen hervorragenden Eindruck.
Klaus N. Frick