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Kurzinfo
 »Feuer im Blut«
von Boris Koch
ISBN: 978-3-407-74053-3






1. April 2008

Klaus N. Frick empfiehlt:
Die Woche der Krimi-Tipps (Teil 2)

 
Wieder einmal bieten wir auf der PERRY RHODAN-Homepage eine Woche der Krimi-Tipps an - das heißt, dass wir Euch jeden Tag einen Roman vorstellen, der originell und spannend ist und der auch einen Science-Fiction-Fan interessieren dürfte. Dabei ist die Vielfalt groß: Vom italienisch-literarischen Autor Camilleri über einen Jugend-Krimi und einen Thriller reicht die Runde diesmal bis hin zu einem Krimi, der in Amsterdam spielt, und zu einem Regionalkrimi mit Phantastik-Touch. Wir versprechen: Das lohnt sich!

Packender Jugend-Krimi
Mark, Sandro und Bender sind drei typische Jugendliche aus München: Sie interessieren sich für laute Musik und Skateboard-Fahren, sie mögen die Schule nicht besonders, und sie haben teilweise Ärger mit ihren Eltern. Aber in einem unterscheiden sie sich von anderen Jugendlichen: Sie machen eine illegale Schülerzeitung, das »Blackspot«, und diese hängen sie nachts an den Wänden der Schule auf. Dabei werden sie indirekt in einen Kriminalfall verwickelt, der mit dem Brand in der Turnhalle beginnt und mit eigenständiger Ermittlungsarbeit noch lange nicht endet ...

Soweit die Ausgangsposition von »Feuer im Blut«, dem ersten Jugendroman des Berliner Schriftstellers Boris Koch. Bisher ist der Autor vor allem durch seine Tolkien-Verarsche »Die Anderen« sowie den Shadowrun-Roman  »Der Schattenlehrling« bekannt geworden; darüber hinaus publizierte er zahlreiche Kurzgeschichten und Erzählungen und wirkt an dem Genre-Magazin »Mephisto« mit. Sein Jugendroman verlässt das »fantastische Genre«: Eigentlich handelt es sich um einen Krimi, wenngleich es keine Leiche gibt.

Erschienen ist das Werk zudem im Rahmen der neuen Jugendbuch-Reihe »Schwarzlichter«, zu der vom Verlag eine eigenständige Homepage eingerichtet wurde. Konsequent findet sich die Homepage  www.schwarzlichter.com dann auch im Roman wieder, und auf der Seite kann ein Musikstück angehört werden, das im Buch eine Rolle spielt. Inwiefern das Cross-Marketing für junge Leute aufgeht, kann ich nicht beurteilen - der Roman selbst machte viel Spaß und fesselte mich durchgehend.

Kein Wunder, die lebensnahe Sprache gefällt: Sowohl die Dialoge als auch die szenischen Beschreibungen wirken, als seien sie direkt aus dem Leben der Jugendlichen gegriffen. Musik, Kleidung und Verhalten wirken ebenso authentisch wie die Schilderung eines Fußballspiels oder das gemeinsame »Zocken« am Computer. Hier erweist sich Boris Koch, mit Jahrgang 1973 selbst kein Jugendlicher mehr, als sehr genauer Beobachter.

Mit »Feuer im Blut« liegt ein Krimi vor, der neugierig auf den Autor und sein Werk macht und von dem man sich erhofft, dass noch mehr nachkommt. Das 232 Seiten umfassende Taschenbuch ist im Beltz-Verlag erschienen und kostet 8,95 Euro. Mit Hilfe der ISBN 978-3-407-74053-3 kann es in jeder Buchhandlung bestellt werden, ebenso natürlich auch bei diversen Versendern wie amazon.de.
Und wer wissen möchte, ob das Buch etwas für ihn selbst (oder den eigenen Sohn oder die eigene Tochter) ist, kann sich auf der  Schwarzlichter-Homepage informieren; dort gibt es zu den einzelnen Romanen selbstverständlich  Leseproben.

 Klaus N. Frick