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Kurzinfo
 Arena der Nurwanen
von Ernst Vlcek
ISBN: 978-3-927071-07-0


 Irrlichter des Geistes
von Ernst Vlcek
ISBN: 978-3927071087


 Orakel der Sterne
von Ernst Vlcek
ISBN: 978-3927071094


 Treffpunkt Gulistan
von Ernst Vlcek
ISBN: 978-3927071100
13. Februar 2008

Klaus N. Frick empfiehlt:
Deutschsprachiger SF-Klassiker in neuem Gewand

 
Als ich die Geschichten um die Legendensammlerin Fini-Andi zum ersten Mal las, war ich noch jung; es muss Anfang der 80er Jahre gewesen sein. Die Romane der »Sternensaga« wurden zu jener Zeit ein zweites Mal veröffentlicht, diesmal in der Heftromanreihe TERRA ASTRA. Ich mochte sie sehr, und in jener Zeit entwickelte ich eine Vorliebe für die selbständigen Romane und Kurzgeschichten des Schriftstellers  Ernst Vlcek, die er außerhalb seines Engagements für PERRY RHODAN publizierte.

Seit  Ernst Vlcek aus dem Autorenteam der größten Science-Fiction-Serie der Welt ausgestiegen ist, findet er endlich Zeit, sich um seine persönlichen Steckenpferde zu kümmern. Er schreibt Exposés für die Fortsetzung seiner alten »Dämonenkiller«-Romane, er verfasst Kurzgeschichten, und er kümmert sich um die »Sternensaga«. Mit dem Roman »Arena der Nurwanen« kam im Sommer 2007 der erste von vier geplanten Romanen auf den Markt, in denen  Ernst Vlcek die klassischen Heftromane zusammenfasst und vor allem einen neuen Abschluss hinzufügt.

Ich erinnerte mich bei der Neu-Lektüre nicht mehr bewusst an die damaligen Lese-Erfahrungen, aber das war mir gleichgültig: So konnte ich den Roman genießen, als läse ich ihn zum ersten Mal. Dass seine Basis eigentlich Heftromane waren, merkte ich bei der Lektüre nicht - und so tauchte ich ein in das Leben der jungen Legendensammlerin, die auf dem unbedeutenden Planeten Jakchos nach Geschichten sucht. Diese findet sie, aber auf eine Weise, mit der sie nicht gerechnet hat ...

Der Roman schildert im wesentlichen die Entwicklung einer Welt über mehrere Generationen hinweg. Das Verhältnis der Menschen zu der vorhandenen Flora und Fauna verändert sich, die Geheimnisse um die sogenannten Nurwanen werden entschlüsselt, gehen aber teilweise wieder verloren - und Jahre danach ist es die Legendensammlerin, die alle Puzzlesteine zusammensetzt und so erkennt, was wirklich mit Menschen und Nurwanen passiert ist. Im Prinzip handelt es sich also um eine Mischung aus Generationenroman und Kolonisten-Abenteuer, geschrieben in Episoden, die durch die Gedanken und Erlebnisse der Legensammlerin zusammengehalten werden.

 Ernst Vlceks Roman ist auch nach dreißig Jahren lesenswert. Die Charaktere sind - vergleicht man es mit vielen anderen Heftromanen der 70er Jahre - sehr gut ausgearbeitet, und seine Spannung bezieht der Roman nicht aus Action, sondern aus dem Geheimnis der Nurwanen. Sorgsam baut  Vlcek einen Informationssplitter nach dem anderen in das Geschehen ein und hält so die Leser bei der Stange. Ein ausgesprochen schöner Roman!

Der Text auf dem Buchrücken attestiert »Arena der Nurwanen«, es sei »ein futuristisches, farbenprächtiges Märchen wie einstmals aus 1001 Nacht«. Normalerweise bin ich solchen Aussagen gegenüber sehr skeptisch, hier stimmt der Satz aber absolut.

Erschienen ist das 240 Seiten starke Taschenbuch im  Fabylon-Verlag; es kostet zehn Euro. Mit Hilfe der ISBN 978-3-927071-07-0 kann der Roman überall im Buchhandel bestellt werden, selbstverständlich auch bei Versendern wie amazon.de. Auf der Amazon-Seite gibt es im übrigen eine  Leseprobe, die den Kaufentschluss vielleicht erleichtert ...

 Klaus N. Frick