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Kurzinfo
 Ythaq
von Scotch Arleston und Adrien Floch
ISBN: 3-939823-04-X


 Das verlorene Paradies
von Ange und Varanda
ISBN: 3-939823-00-7




4. Dezember 2006

Klaus N. Frick empfiehlt:
Die ersten Comic-Bücher des SPLITTER-Verlages

 
Die ersten Comic-Bände des neu gegründeten  SPLITTER-Verlages liegen vor. Wie wir auf der PERRY RHODAN-Homepage schon mehrfach berichtet haben, ist der Verlag eine Neugründung - unter anderem ist der PERRY RHODAN-Titelzeichner  Dirk Schulz einer der Herausgeber des neuen Comic-Verlages.

Bei den ersten Alben handelt sich stets um sehr ordentlich gedruckte und ebenso perfekt gebundene Hardcover-Ausgaben. Die jeweiligen Science-Fiction- und Fantasy-Comics wurden bereits in Frankreich erfolgreich veröffentlicht und erhielten dort teilweise Preise. Grund genug, diese Bände einmal genauer anzuschauen und den PERRY RHODAN-Lesern ans Herz zu legen ...

Ythaq
Mit dem Absturz eines Raumschiffes - der KOMETENSTAUB - beginnt ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Comic, zugleich der erste Band der neuen Reihe »Ythaq«: Unversehens finden sich drei Schiffbrüchige auf einem unbekannten Planeten wieder, wo sie sich zuerst zusammenraufen und dann gemeinsam durchschlagen müssen. Das geht selbstverständlich nicht so einfach, denn die Einheimischen haben ihre eigenen Vorstellungen von »Gastfreundschaft«, und untereinander sind die drei Menschen nicht gerade beste Freunde ...

Als ein toll gezeichneter Einstieg in die neue Reihe entpuppt sich »Terra Incognita«, so der Titel des ersten Bandes. Kein Wunder: Scotch Arleston, der Szenarist, hat sich durch seine Mitarbeit an populären französischen Fantasy-Comics einen guten Namen gemacht. »Lanfeust von Troy« gilt als eine der besten Fantasy-Abenteuer der letzten Jahre, »Excalibur« oder »Die Gnome von Troy« erfreuen sich bei den deutschsprachigen Lesern ebenfalls großer Beliebtheit. Die pointierten Dialoge und die rasante Handlung, für die bisherige Arleston-Geschichten standen, finden sich auch in »Terra Incognita« wieder.

Der Zeichner Adrien Floch ist hierzulande nicht so bekannt; bisher wurde nur der erste Band der Reihe »Slhoka« von ihm publiziert. Was er wirklich kann, zeigt er in dem vorliegenden Abenteuer: Die zwei Heldinnen sind sexy, der männliche Begleiter sieht ebenfalls gut aus, und die Außerirdischen wirken in ihrer Mischung aus Exotik und Witz ebenfalls, als seien sie dem realen Leben eines fremden Planeten entsprungen. Das ganze kombiniert Floch mit packenden Action-Bildern sowie stimmungsvollen Darstellungen von Städten und Landschaften.

Alles in allem ist »Terra Incognita« der Start in eine neue SF-/Fantasy-Reihe, wie in sich der Genre-Freund nur wünschen kann. Das Hardcover-Album hat 64 Seiten Umfang und kostet 13,80 Euro. Mit Hilfe der ISBN 3-939823-04-X kann es in jeder Buchhandlung bestellt werden - oder direkt bei Amazon.

Das verlorene Paradies
Keine Science Fiction ist »Das verlorene Paradies«: Diese Comic-Reihe ist eher etwas für Fans der »Spawn«-Comics oder anderer bebilderter Abenteuer, in denen der Gegensatz zwischen Himmel und Hölle das hauptsächliche Thema ist. In diesem Comic beginnt die Hölle gewissermaßen in der U-Bahn, genauer bei jenem Schacht, an dem ausgerechnet der Wächterengel Gabriel seinen eher langweiligen Dienst zu absolvieren hat. Hier taucht ein Junge namens Julien auf, und aus dessen Sicht werden die weiteren Geschehnisse erzählt: Gabriel ist nämlich in die Dämonin Anya verliebt, und dagegen haben die jeweiligen Chefs in Himmel und Hölle aus durchaus nachvollziehbaren Motiven etwas ...

Soweit das Grundmodell für einen Comic, der vor allem durch seine Grafik überzeugt. Zumindest im ersten Band fand ich die Story spannend, aber nicht völlig überzeugend. Zwar wird ein großes Geheimnis aufgebaut, die Engel sprechen von mysteriösen Verwicklungen, und die Handlung steuert auf einen packenden Höhepunkt zu - gleichzeitig wirkt das ganze arg pathetisch und auch ein wenig überzogen.

Doch wo ich auf die Arbeit der zwei Szenaristen, die unter dem Namen Ange publizieren, eher skeptisch blicke, bin ich von den Zeichnungen Varandas begeistert: Seine Darstellung der Himmelsstadt, in der die Engel leben, bildet einen faszinierenden Kontrast zur düsteren und rötlich schimmernden Unterwelt, in der es zu einem vernichtenden Kampf kommt. Muskulöse Höllenkreaturen, elegante Engel und blutende Verdammte - Varandas Bilder eines Kampfes zwischen Himmel und Hölle sind wirklich eindrucksvoll.

Wer auf fantastische Comics steht und wer sich für einen Blick ins Horror-Genre begeistern kann, sollte den Blick in »Hölle«, den ersten Band der Reihe »Das verlorene Paradies«, auf jeden Fall wagen. Das Hardcover-Album umfasst 48 Seiten und kostet 12,80 Euro. Mit Hilfe der ISBN 3-939823-00-7 kann es in jeder Buchhandlung bestellt werden - oder direkt bei Amazon.

 Klaus N. Frick